Anna Schaffelhuber weiß, wie Leistung entsteht, wenn Erwartungen, Barrieren und Selbstbild nicht dieselbe Geschichte erzählen.
Mit sieben Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille bei Paralympischen Winterspielen gehört sie zu den erfolgreichsten Para-Alpin-Athletinnen ihrer Generation. Heute verbindet sie Spitzensporterfahrung mit Pädagogik, Familie und gelebter Inklusionsarbeit.

Spitzensport, Schule, Familie und gesellschaftliches Engagement wirken auf den ersten Blick wie unterschiedliche Welten.
Für Anna Schaffelhuber verbindet sie eine zentrale Frage:
Was passiert, wenn wir Menschen nicht zuerst über Grenzen, sondern über ihre Möglichkeiten betrachten?
Als Lehrerin erlebt sie täglich, wie unterschiedlich Menschen lernen, wachsen und sich entwickeln. Mit den Anna Schaffelhuber Grenzenlos Camps hat sie außerdem aus einer Haltung ein konkretes inklusives Projekt gemacht, in dem Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam Sport, Medien und Persönlichkeitsentwicklung erleben.
Wer wird von Anfang an mitgedacht?
Inklusion beginnt nicht erst dann, wenn eine Barriere sichtbar wird. Anna Schaffelhuber spricht darüber, wie Erwartungen, Strukturen und Einstellungen darüber entscheiden, wer selbstverständlich teilnehmen kann – und wer sich zunächst anpassen muss.
Welche Barrieren sehen wir nicht, weil sie uns selbst nicht betreffen?
Was verändert sich, wenn wir zuerst auf Möglichkeiten schauen?
Menschen werden schnell über das definiert, was vermeintlich nicht funktioniert. Anna kennt diese Perspektive aus eigener Erfahrung – als Sportlerin, als Mensch mit Behinderung und aus ihrer Arbeit als Lehrerin.
Ihr Gegenentwurf:
Nicht zuerst fragen, was jemand nicht kann. Sondern herausfinden, was möglich werden kann.
Erfolg braucht Leistung. Aber Leistung darf nicht die eigene Identität bestimmen.
Sieben Paralympics-Siege entstehen nicht allein durch Motivation. Sie benötigen Disziplin, Vorbereitung, Ehrgeiz und die Fähigkeit, Verantwortung für die eigenen Entscheidungen zu übernehmen.
Anna spricht darüber, wie persönliche Ziele entstehen – und warum Selbstbestimmung bedeutet, den eigenen Maßstab nicht ausschließlich von Erwartungen anderer abhängig zu machen.
Die eigene Geschichte bleibt – auch wenn sich die Rolle verändert.
Vom internationalen Spitzensport in den Lehrerberuf. Von der Athletin zur Initiatorin eines gesellschaftlichen Projekts. Von der Sportlerin zur Ehefrau und Mutter von zwei Kindern.
Anna zeigt, dass Identität nicht statisch sein muss und neue Lebensphasen andere Prioritäten und Formen von Verantwortung verlangen.
Barrieren erkennen, Potenziale sichtbar machen und Inklusion als konkrete Kultur- und Führungsfrage verstehen.
Erwartungen reflektieren, Verantwortung übernehmen und Menschen nicht auf vermeintliche Defizite reduzieren.
Entwicklung ermöglichen, Selbstvertrauen stärken und unterschiedliche Lebensrealitäten ernst nehmen.
Gesellschaftliche Verantwortung nicht nur kommunizieren, sondern mit konkreter Erfahrung und praktischer Wirkung verbinden.
Eine Führungskräftetagung braucht einen anderen Schwerpunkt als ein Diversity Day oder eine Veranstaltung für Auszubildende.
Deshalb wird gemeinsam geklärt:
Welche Perspektive soll Anna einbringen? Was beschäftigt das Publikum? Geht es stärker um Inklusion, Potenziale, Leistung oder persönliche Veränderung?
Die Geschichte bleibt authentisch. Der Schwerpunkt wird auf den jeweiligen Anlass zugeschnitten.